DIBt – Gebäudeansicht Ostflügel

Über das DIBt

Das DIBt ist Dienstleister für Länder, Bund und Bauwirtschaft, zentraler Ansprechpartner für Fragen der Bautechnik und eng eingebunden in ein internationales Expertennetzwerk. 

Breitgefächerte Expertise

“Breitgefächert” und “Expertise” – passt das zusammen? Ja, wenn man, wie das DIBt, auf ein breites Netzwerk von Spezialistinnen und Spezialisten in allen Bereichen des Bauwesens zurückgreifen kann, sowohl im eigenen Haus als auch darüber hinaus.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Zum 31.12.2024 wirkten

hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Aufgaben des DIBt mit.

Davon waren 70 % im Technischen Dienst tätig. Wenn diese Zahl marginal geringer ausfällt als in den Vorjahren, so liegt das insbesondere daran, dass das DIBt seine Kompetenzen im Bereich Digitalisierung und IT-Dienstleistungen weiter ausbaut (s. unten). Stolz sein kann das DIBt auch auf eine Frauenquote von 64% in Führungspositionen.

Führungskräfte im DIBt

Unsere Kolleginnen und Kollegen

DIBt-Mitarbeitende mit innovativen Bauprodukten: mit Dämmstoff gefüllter Ziegel
DIBt-Mitarbeitende mit innovativen Bauprodukten: Schwalbenschwanzverbindung
DIBt-Mitarbeitende mit innovativen Bauprodukten: Brandschutzgewebe
DIBt-Mitarbeitende mit innovativen Bauprodukten: Fugenprofil für Anlagen zum Lagern, Ab- und Umfüllen von wassergefährdenden Stoffen
DIBt-Mitarbeitende mit innovativen Bauprodukten: flexibles Rohr
DIBt-Mitarbeitende mit innovativen Bauprodukten: selbsttragendes Architekturgewebe
DIBt-Mitarbeitende mit innovativen Bauprodukten: Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung
DIBt-Mitarbeitende mit innovativen Bauprodukten: absturzsichernde Verglasung ohne lastabtragenden Holm und Kantenschutz

Sachverständige

Die Tradition der Zusammenarbeit und Beratung mit renommierten Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Forschung, Entwicklung und Verwaltung am DIBt reicht lange zurück. In gewisser Weise ist diese Tradition sogar älter als das Institut selbst, denn die ersten Sachverständigenausschüsse "erbte" das DIBt gemeinsam mit der Zulassungstätigkeit von den zuvor zuständigen Behörden der Länder. Die breite Expertise, auf die das DIBt in dieser Weise zurückgreifen kann, ist ein Alleinstellungsmerkmal und schafft einen Mehrwert für alle Beteiligten.

Aktuell wird das DIBt von

ehrenamtlichen Sachverständigen aus Forschung, Wirtschaft und Verwaltung unterstützt, die in

Sachverständigenausschüssen aktiv sind.

Budget

Das DIBt finanziert sich zu mehr als der Hälfte aus eigenen Einnahmen. Den anderen Teil steuern die Länder bei. Einzelne Aufgaben, insbesondere im europäischen Bereich, finanziert der Bund.

Mio. EUR ca. betrug das Haushaltsvolumen des Instituts 2023.

Mio. EUR betrug der Planungsansatz 2024.

Organisation

Das DIBt ist in fünf Fachabteilungen gegliedert.

Ingenieurstechnisch und wissenschaftlich breit aufgestellt sind die drei technischen Abteilungen des DIBt, die die Schwerpunkte Konstruktiver Ingenieurbau, Gesundheits- und Umweltschutz sowie Bauphysik und Technische Gebäudeausrüstung abdecken. Hauptaufgaben in diesen Abteilungen sind die Zulassung und Bewertung von Bauprodukten und Bauarten, die Erarbeitung und Begleitung von technischen Regeln, sowie weitere Aufgaben mit bautechnischem Schwerpunkt.  

Die Präsidialabteilung bündelt die Kompetenzen des DIBt in den Bereichen Bauaufsichts- und Bauproduktenrecht. Zudem sind hier horizontale Koordinationsaufgaben angesiedelt.  

In der Abteilung Zentrale Angelegenheiten stehen Haushalt und Beschaffung, Personal, IT und Digitalisierung, Serviceleistungen für das Haus sowie Öffentlichkeitsarbeit und internationale Beziehungen im Mittelpunkt. Geleitet wird das Institut von Präsident Gerhard Breitschaft, unterstützt durch die Verwaltungsleiterin Dr. Patricia Döring und Vizepräsident Dr.-Ing. Karsten Kathage. Die grundsätzlichen Angelegenheiten und Richtlinien für das DIBt entscheidet der Verwaltungsrat des Instituts, in dem die Länder und der Bund vertreten sind. 

DIBt-Organigramm

DIBt-Organigramm

Digitalisierung

Mit dem Ziel, die Fachverfahren und Dienstleistungen des DIBt bis 2030 digital anzubieten, startete das DIBt im Frühjahr 2021 in seine Digitalisierungsstrategie. 

Die folgenden Meilensteine wurden in den Jahren 2023 und 2024 erreicht:

  • Elektronische Siegelung zentraler Bescheide des DIBt und damit mehr IT-Sicherheit für Nutzende
  • Modernisierung der Plattform elektronische Bescheidbearbeitung (ebb), dem internen Vorgangsmanagementsystem des DIBt für alle abZ/aBG-, EAD/ETA- sowie ZiE/vBG-Verfahren
  • Einrichtung eines eAktensystems nach aktuellen Standards in der elektronischen Bescheidbearbeitung zum 1. Mai 2024
  • Umzug des DIBt-Webservers in die Cloud

Begonnen haben zudem die Arbeiten an der Einführung einer neuen Personal- und Buchhaltungssoftware. 

Gute Fortschritte können wir auch aus dem Projekt "Digitale MVV TB-Prozesse" melden. Die interne Bearbeitungsplattform für eine digitale Fortschreibung der Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (MVV TB) soll bereits Mitte 2025 an den Start gehen. Für Bauschaffende wird die "digitale MVV TB" als übersichtliche, nutzerfreundlich gestaltete Webanwendung dann spätestens 2026 sichtbar.

Symbolbild - Digitalisierung im Bauwesen

Internationale Beziehungen

Nicht nur national auch international ist das DIBt eng in das Expertennetzwerk im Bauwesen eingebunden. 

Am multilateralen Austausch zu horizontalen Themen der Bautechnik und Regelsetzung nimmt das DIBt z.B. als Mitglied des Weltverband der Organisationen für technische Bewertungen – WFTAO  und des Ausschusses für systemübergreifende Zusammenarbeit im Bereich der Regelungssysteme im Bauwesen – IRCC teil.  Der Dialog mit Kolleginnen und Kollegen aus aller Welt schärft den Blick für die großen gemeinsamen Fragen und gibt Einblicke in pragmatische Lösungswege.

DIBt-Präsident Gerhard Breitschaft mit der Geschäftsführerin des IRCC-Sekretariats Judy Zakreski (International Code Council, USA) und dem scheidenden Vorsitzenden Neil Savery, (ICC Oceania, Australien)

Zu Anfang November 2023 übernahm DIBt-Präsident Gerhard Breitschaft den Vorsitz des Inter-Jurisdictional Regulatory Collaboration Committee (IRCC). Im Bild: Gerhard Breitschaft mit Judy Zakreski (IRCC-Sekretariat, ICC, USA) und dem scheidenden IRCC-Vorsitzenden Neil Savery, ICC Oceania (Australien)

Ingenieurinnen und Ingenieure bei der technischen Führung durch das Bernabéu-Stadion

Ausklang eines intensiven Fachaustauschs zwischen Experten für die technische Bewertung von Bauprodukten. Bei der WFTAO-Sitzung im Juni 2024 in Madrid standen die Themen Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Klimawandelfolgen und Fachkräftemangel im Vordergrund. Zum Abschluss wartete auf die Ingenieurinnen und Ingenieure eine technische Führung durch das Bernabéu-Stadion, dem Stadion von Real Madrid.

© Instituto de Ciencias de la Construcción Eduardo Torroja, Madrid

Auf europäischer Ebene übernimmt das DIBt eine gestaltende Rolle in der Europäischen Organisation für Technische Bewertung (EOTA) und im CPR-Acquis-Prozess. Auch im Zusammenhang mit der Überarbeitung der Bauproduktenverordnung, an der ab Sommer 2023 mit Hochdruck in der zuständigen Ratsarbeitsgruppe "Technische Harmonisierung – Bauprodukte" gearbeitet wurde, waren Mitarbeitende des DIBt mehrfach in Brüssel.

Gruppenfoto der Ratsarbeitsgruppe "Technical Harmonisation (Construction Products)"

Die Sitzungen der Ratsarbeitsgruppe Technical Harmonisation (Construction Products) führten DIBt-Präsident Gerhard Breitschaft 2023 gleich mehrfach nach Brüssel. Das DIBt unterstützte die Länder bei der Sichtung und Bewertung des Verordnungsentwurfs und war in diesem Kontext z.T. auch bei den Gesprächen auf europäischer Ebene dabei.

© Martin Schyllert/Swedish Presidency of the EU Council

Daneben begrüßte das DIBt 2023/2024 online und in Präsenz 7 Delegationen, insbesondere aus Osteuropa und Afrika. Einen besonderen thematischen Schwerpunkt bildeten dabei Fragen der Normung, insbesondere die Chancen einer Implementierung des Eurocode-Regelwerks in nicht-europäischen Ländern. Interesse hieran zeigen etwa Ghana, Nigeria und Usbekistan. Aber auch zu weiteren bautechnischen und regulatorischen Fragen war das DIBt gefragter Gesprächspartner.

Gruppenbild: Ghanaische Delegation mit DIBt-Präsident Gerhard Breitschaft

Im Februar 2023 war die Ghana Standards Authority zum zweiten Mal zu Gast im DIBt. Im Mittelpunkt standen dieses Mal die Themen technische Regulierung und Normung sowie Prüfung und Überwachung von Bauprodukten und Normung. Es handelt sich um die Fortsetzung eines Dialogs, den das DIBt bereits 2022 aufgenommen hatte. Vermittelt und angeregt wurde der Austausch von der Bundesanstalt für Materialprüfung BAM.

Gruppenbild: Japanische Delegation mit DIBt-Vizepräsident Dr.-Ing. Karsten Kathage

Im April 2023 fand ein fachlicher Austausch zwischen der japanischen Abwasserwirtschaft vertreten durch die Japan Sewage Works Association (JSWA) und dem DIBt statt. Die Delegation wollte mehr über das Zulassungsverfahren für Schlauchliner in Deutschland sowie Möglichkeiten der Qualitätssicherung von damit sanierten Abwasserleitungen erfahren.

MoU-Unterzeichnung am Bildschirm. Links: Gerhard Breitschaft, Präsident des DIBt; rechts: Sherzod Sodikov, Direktor des TMSITI

Vertragsunterzeichnung per Bildschirm: Im Februar 2024 unterzeichneten das usbekische Institut für technische Regulierung und Normung im Bauwesen TMSITI und das DIBt während eines Online-Meetings ein Memorandum of Understanding (MoU). Im Rahmen eines TAIEX-Projekts soll die Zusammenarbeit zum Thema "Eurocodes" ab 2025 vertieft werden.

Gruppenbild: Namibische Delegation und das DIBt-Team

Im November 2023 fand ein zweistündiger Austausch mit einer namibischen Delegation statt, die im Rahmen des EU-Twinning-Projekts "Support to the Namibian Standards Institution" auf Studienreise in Deutschland war. Mit dem DIBt wollten sich die Delegierten zum Thema "Sicherheit im Bauwesen" austauschen.

Gruppenbild: Ukrainische Delegation und das DIBt-Team

Im November 2024 empfing das DIBt eine Delegation aus der Ukraine, die im Rahmen einer Verwaltungspartnerschaft zwischen dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und dem ukrainischen Wirtschaftsministerium auf Deutschlandreise war. In die Partnerschaft eingebunden sind zudem die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) sowie die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS). Ziel des Besuchs war es, die ukrainischen Kolleginnen und Kollegen auf dem Weg der Angleichung der ukrainischen technischen Regulierung an den EU-Rechtsrahmen ein Stück weit fachlich zu begleiten.

Ausblick

Die Entwicklungen, die sich in den Jahren 2023 und 2024 in den einzelnen Aufgabenfeldern des DIBt ergeben haben, haben wir Ihnen im Bereich Unsere Aufgaben detailliert vorgestellt. Insgesamt wächst die Zahl der Aufgaben des DIBt kontinuierlich. Nicht nur in bautechnischen und baurechtlichen Fragen greifen die Länder und der Bund gern auf die Expertise des DIBt zurück. Auch bei der zentralen Koordinierung und kontinuierlichen Weiterverfolgung von bauaufsichtlichen Belangen ist das DIBt gefragt. Als konkrete Beispiele aus dem Berichtszeitraum können hier die Umsetzung des DIN-Länder-Vertrags oder die verwaltungstechnisch-organisatorische Anbindung der EU-Referentinnen und -Referenten der Bauministerkonferenz an das DIBt genannt werden. Das DIBt möchte auch künftig ein moderner und verlässlicher Partner für die Länder und die Bauwirtschaft sein und gemeinsam die Bedarfe von morgen, etwa im Bereich der Nachhaltigkeit, der Klimaanpassung oder der Digitalisierung im Bauwesen, angehen. Denn Bauen hat Zukunft.

Baukräne über Berlin